Geräusche,
die uns stören oder zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen,
werden als Lärm bezeichnet. Für die Menschen in Deutschland stellt
Lärm eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen
dar. Am häufigsten fühlen sie sich durch Straßenlärm
belästigt: In den alten Bundesländern fühlen sich 66%, in den
neuen Bundesländern 79% der Bevölkerung durch Verkehrslärm
gestört. An zweiter Stelle steht die Belästigung durch Fluglärm.
Belästigung der Bevölkerung durch Lärm in Prozent:
| Alte Bundesländer | Neue Bundesländer | |
| Straße | 66% | 79% |
| Flug | 46% | 26% |
| Schiene | 20% | 24% |
| Industrie | 21% | 22% |
| Nachbarn | 19% | 27% |
| Sport | 8% | 6% |
Fühlen Sie sich durch Lärm gestört? Dann nehmen Sie an der Online-Umfrage zur Lärmbelästigung des Umweltbundesamtes teil.
Ob ein Geräusch als unangenehm wahrgenommen wird, hängt u.a auch von aktuellen persönlichen Dispositionen und Intentionen ab. Das Ausmaß der Auswirkungen des Lärms wird daher nur zum Teil durch den Schalldruckpegel bestimmt. Er stellt dennoch den wichtigsten Bewertungsmaßstab für die Beurteilung des Lärms dar. Angegeben wird der Schalldruckpegel in Dezibel (dB).
Bei schwankenden Geräuschen (z. B. einer Straße) wird nicht ein Wert zu einem einzigen Zeitpunkt angegeben, sondern ein Mittelungspegel, ein energetischer Mittelwert der Schalldruckpegel in der entsprechenden Beurteilungszeit am Tag oder in der Nacht. Durch den logarithmischen Aufbau der Dezibel-Skala entspricht eine Erhöhung um 3 dB einer Verdopplung, eine Erhöhung um 10 dB einer zehnfachen Vergrößerung der Schallenergie. Zwei gleichlaute Schallquellen verursachen zusammen einen um 3 dB höheren Schalldruckpegel.
Das menschliche Ohr ist nicht für alle Frequenzen (Tonhöhen) gleich empfindlich. Töne bestimmter Höhen werden lauter wahrgenommen als andere. Wird der Schalldruckpegel in „dB(A)“ angegeben, heißt das, dass diese Unterschiede berücksichtigt werden. Bei normaler Unterhaltung liegt der Schalldruckpegel etwa bei 55 dB(A), bei starkem Autoverkehr beträgt der Schalldruckpegel am Fahrbahnrand rund 80 dB(A).
Die Hörschwelle, also der Schallpegelbereich, ab dem die Hörwahrnehmung beginnt, liegt bei Normalhörenden im Durchschnitt bei 0 dB(A), die Schmerzgrenze bei ca. 120 dB(A). Akute Verletzungsgefahr im Ohr besteht bei Schalldruckpegeln oberhalb 120 dB(A).