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Hintergrundwerte zur Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen

(Laufzeit: 01.05.2002 – 31.03.2004)

Schimmelpilze in einer PetrischaleFür die Beurteilung von Untersuchungsergebnissen zur Schimmelpilzbelastung ist es wichtig zu wissen, welche Konzentrationen von Schimmelpilzsporen natürlicherweise in der Luft als so genannte Hintergrundbelastung vorhanden sind. Messwerte aus Wohnungen, die mit Schimmelpilzen belastet sind, können nur im Vergleich mit natürlichen Hintergrundkonzentrationen sinnvoll bewertet werden.

Ziel des Forschungsprojekts „Erhebung von Hintergrundwerten für die Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen“ war es, statistisch abgesicherte Daten zur natürlichen Hintergrundbelastung von Schimmelpilzen in Raumluft und Hausstaub zu ermitteln.

Dazu wurden Raumluft- und Hausstaubproben von insgesamt 80 Wohnungen ohne bekanntes Schimmelpilzwachstum untersucht. Die Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern (vorwiegend ländliches Gebiet), Berlin (Ballungsgebiet) und Baden-Württemberg (ländliche und großstädtische Bereiche) wurden jeweils im Winter- und Sommerhalbjahr untersucht. Dabei kamen die standardisierten Methoden zum Einsatz, die sich in der vorangegangenen Studie (vgl. 7.2) als am besten geeignet erwiesen hatten.

Wegen der starken Abhängigkeit der Schimmelpilzkonzentration von der Jahreszeit, den Witterungsbedingungen und dem Nutzungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner variierten die Messwerte in diesen unbelasteten Wohnungen zum Teil erheblich. Die 95-Perzentilwerte der Schimmelpilzkonzentrationen lagen jedoch in der Regel unter den vom Umweltbundesamt als Beurteilungswerte für unbelastete Wohnungen vorgeschlagenen Werten, die in dem im Jahr 2002 veröffentlichten „Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“ nachzulesen sind.

Die Studie bestätigt die Praxistauglichkeit der im Leitfaden genannten Bewertungsvorschläge für Schimmelpilze in der Innenraumluft und führt zu weiteren Kriterien zur Beurteilung von Schimmelpilzkonzentrationen im Hausstaub. Um die vorgeschlagenen Kriterien besser abzusichern, sind weitere Untersuchungen von Wohnungen mit bekannten Schimmelpilzschäden erforderlich.

Trotz der inzwischen verbesserten Datenlage zu Hintergrundkonzentrationen von Schimmelpilzen gilt: Die Bewertung der Schimmelpilzkonzentrationen im Vergleich zu den bekannten Werten unbelasteter Wohnungen setzt einen hohen Sachverstand voraus.

Die Untersuchungsergebnisse des Forschungsprojekts „Erhebung von Hintergrundwerten für die Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen“ sind im Bundesgesundheitsblatt, Band 48, Nr.1 (2005), S. 12-20 und 29-35 veröffentlicht.

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