Im Rahmen der vorliegenden umweltmedizinischen Studie wurde die Wirksamkeit eines komplexen Therapieansatzes bei Patienten mit Multipler Chemikalienüberempfindlichkeit (MCS) (oder ähnlichen chronischen Beschwerden in Zusammenhang mit toxischer Belastung) untersucht. Die Therapie wurde als Ganzes untersucht, Rückschlüsse auf die Wirksamkeit einzelner Therapiebestandteile waren nicht angestrebt.
Einer Therapiegruppe, die das vollständige Behandlungsprogramm erhalten hat, wurde eine Therapiegruppe mit abgeschwächtem Behandlungsprogramm und eine Wartegruppe (als Kontrollgruppe) gegenübergestellt. Die Therapie umfasste verschiedene chemische, physische und psychische Therapielemente (Gabe von Vitaminen und Spurenelementen, Wärmetherapie, Bewegungsübungen, Lymphdrainage, Kalte Güsse, ..., Entspannungstechniken). Ingesamt wurden jeweils 12 Patientinnen pro Gruppe untersucht. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) gefördert.
Es wurden folgende Projektziele und Instrumente vereinbart:
Anhand der Patientenangaben zum Gesundheitszustand, zu Lebensqualität, allgemeiner Befindlichkeit, störungsbedingten Beeinträchtigungen etc. konnten nach Auswertung des Forschungsnehmers deutlich günstigere Werte bei den Patienten der beiden Therapiegruppen festgestellt werden im Vergleich zu den Patienten der Wartegruppe. Zwischen den beiden Therapiegruppen mit vollständiger und abgeschwächter Behandlung wurden keine signifikanten Unterschiede ermittelt. Die neuropsychologischen Tests lassen bei erster Auswertung eine etwas größere Verbesserung der Reaktionen bei den Therapiegruppen gegenüber der Wartegruppe erkennen. In den Variablen des Humanbiomonitorings zeigen sich keine Behandlungseffekte.