APUG
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Behördliche Strukturen der Umwelt - und Gesundheitspolitik in Deutschland

(Laufzeit: 20.11.2000 – 31.12.2001)

Um einen Überblick und eine Einschätzung über die im Querschnittsbereich Umwelt und Gesundheit bestehenden Arbeitseinheiten in den Behörden und deren Zusammenarbeit zu erhalten, hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Studie „Behördliche Strukturen der Umwelt- und Gesundheitspolitik in Deutschland“ im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) gefördert.

Ziel

Ziel der Studie war es, Verbesserungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit der für Umwelt- und Gesundheitspolitik verantwortlichen Behörden in Deutschland zu ermitteln. Eine geeignete Basis zur interdisziplinären Zusammenarbeit in diesem Bereich stellt das seit 1999 bestehende APUG dar.

Die Studie erhebt und dokumentiert die bestehenden behördlichen Strukturen der Umwelt- und Gesundheitspolitik in Deutschland und stellt die Qualität der Zusammenarbeit in einer ersten Betrachtung dar. Außerdem ermittelt sie die Qualität der Kooperation mit nichtbehördlichen Akteuren.

Durchführung

Die Erhebungen erfolgten durch Interviews mit Mitarbeiter(inne)n von Ministerien, Fachbehörden und intersektoriellen Arbeitsgruppen sowie durch Fragebogenumfragen. In die Erhebungen wurden sowohl Bundes- als auch Landesbehörden einbezogen.

Hierzu wurde zunächst recherchiert, welche Abteilungen in den betreffenden Behörden mit der Querschnittsaufgabe Umwelt- und Gesundheitspolitik betraut sind und welche weiteren formellen und informellen Strukturen (z.B. Arbeitsgruppen, Kommissionen) in die Erhebung einzubeziehen sind. Die auf diese Weise ermittelten institutionellen Akteure wurden als Analyseeinheit gewertet, zusammen bilden sie die „behördlichen Strukturen der Umwelt- und Gesundheitspolitik“ bzw. die Grundgesamtheit der Studie.

Neben vorbereitenden mündlichen Experteninterviews wurde eine schriftliche Befragung mit einem hoch standardisierten Fragebogen als Totalerhebung durchgeführt. Jede zum Politikfeld gehörende Abteilung wurde gebeten, die Zusammenarbeit mit allen wesentlichen Behörden der Umwelt- und Gesundheitspolitik zu qualifizieren. Auf diese Weise konnte jede Behörde durch das Urteil ihrer Kooperationspartner beschrieben werden. Es wurde also für die Beschreibung der Kooperationsqualität nicht die Selbstbewertung, sondern die Tendenz der Fremdbewertung zugrundegelegt. Im Einzelfall wurde auch die Unterschiedlichkeit der Bewertungen einer Organisation dargestellt. Diese Bewertungen sind sowohl im Hinblick auf die einzelnen Behörden, als auch im Hinblick auf das gesamte Netz der Behördenstrukturen aufschlussreich.

Ergebnis

Eine weitere Umsetzung des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) und einer integrierten Umwelt- und Gesundheitspolitik erfordert über die diskutierte Erweiterung des APUG auf weitere Ressorts hinaus eine Integration und Stärkung der Zusammenarbeit mit den bislang unzureichend am APUG beteiligten Bundes- und Landesinstitutionen. Die auf mehrere Ressorts verteilten Zuständigkeiten in einigen Arbeitsgebieten erfordern weiterhin eine Verbesserung der Koordination und Integration.

Die vielschichtige Problematik der Umsetzung einer integrierten Umwelt- und Gesundheitspolitik bedarf der Entwicklung von organisatorischen Ausweitungsstrategien, die eine Beteiligung und Wahrnehmung auf der föderalen und kommunalen Ebene erlauben. Eine regelmäßige Erfolgskontrolle der Maßnahmen erscheint angesichts der angesprochenen organisatorischen Probleme sinnvoll.

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