Kinder
brauchen ausreichend Bewegungsräume, um gesund aufzuwachsen. Ziel des
Hamburger Modellprojekts war es, Kindern aus städtischen Quartieren in
ihrer unmittelbaren Umwelt Bewegungsanreize zu bieten. Bewegung schützt
vor Gesundheitsschäden und bietet gleichzeitig Kindern die Gelegenheit,
Selbständigkeit und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Modellprojekt gliederte sich in vier Projektmodule. Gemeinsam mit den kooperierenden Kindertagesstätten wurden in den jeweiligen Einrichtungen Spiel- und Bauaktionen initiiert und das Konzept „Gesundheitserziehung durch Bewegungsförderung“ angewendet. Zunächst wurden die Erzieherinnen und Erzieher und die Eltern mit dem Konzept vertraut gemacht. Frei- und Außenräume der Kindertagesstätten und das jeweilige Wohnumfeld wurden anschließend zusammen mit den Kindern umgestaltet.
Die Kindertagesstätten waren der Ausgangspunkt, von dem aus das Projekt auf weitere private und öffentliche Räume, wie Spielplätze und Sportvereine, ausgeweitet werden konnte. Dabei konnten auch Spielräume im lokalen, städtischen Umfeld wieder entdeckt werden, die den Kindern eigene Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Ebenso beteiligte sich die Anwohnerschaft auf öffentlichen Veranstaltungen an der Gestaltung von Außenflächen in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung. Das Modellprojekt unterstützte darüber hinaus die Initiierung von weiteren lokalen Projekten, unter anderem durch Beratung und Akquisition von Fördermitteln.
Gemeinsam mit Partnern aus dem städtischen Umfeld – wie Gartenbau- und Straßenbauämtern, Quartiersmanagement, Landschaftsarchitekturbüros sowie Einrichtungen der Gesundheitsförderung – entstand ein lokales Netzwerk der Bewegungs- und Gesundheitsförderung für Kinder.
Die Vernetzung vorhandener Initiativen bewirkte eine größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für das Thema Umwelt und Gesundheit. Erste Ansätze für eine Übertragbarkeit des Konzepts der Bewegungsförderung sind bereits verwirklicht.
Kontakt
Hamburger Forum Spielräume im
Institut für urbane Bewegungskulturen e.V.
Universität Hamburg
Prof. Dr. Knut Dietrich