Die
lokalen Aktivitäten im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg sollten
helfen, ein Stadtteil-Netz zur Verbesserung der Gesundheits- und Umweltsituation
für Kinder und deren Familien zu etablieren. Dazu wurden mehrere Projekte
durchgeführt. Die Projektaktivitäten zielten darauf ab, lokale Vernetzungsstrukturen
auf- und auszubauen, die ressortübergreifende Zusammenarbeit im Bereich
der Umwelt und Gesundheit zu verbessern und einen Sozialen Unternehmensverbund
zur nachhaltigen ökonomischen Absicherung der Projektaktivitäten
aufzubauen.
Insgesamt wurden zwölf gesundheitsfördernde und umweltbezogene Projekte
initiiert, koordiniert und umgesetzt. Themenschwerpunkte waren unter anderem
Bewegung, gesunde Ernährung, Umwelterziehung, Wohnumfeld sowie Sucht-
und Gewaltprävention. Damit sollten unterschiedliche Lebensbereiche durch
einen integrierten sozialräumlichen Ansatz miteinander verknüpft
und die Bevölkerung für eine gesunde und ökologische Lebensweise
aktiviert werden. Die Teilprojekte richteten sich vor allem an Kinder aus
sozial benachteiligten Familien. Getragen wurde das Projekt von einer Kooperationsgemeinschaft
aus lokalen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie Organisationen
aus Verwaltung und Wissenschaft.
Zu den Projektaktivitäten gab es eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Ein Kalender für das Jahr 2005 stellt als gemeinsame Werbeplattform das Stadtteil-Netz dar und informiert über die lokalen Aktivitäten im Stadtteil. Im November 2004 ging die projekteigene Internetseite www.stadtteil-netz.de „online“. Sie informiert über das Modellprojekt, bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Stadtteil-Netz und trägt so zur weiteren Vernetzung bei.
Das Modellprojekt hat eine dynamische Entwicklung im Quartier in Gang setzen können. Nachhaltige gesundheitsfördernde Strukturen wurden ausgebildet und gefestigt. Neu entstandene Kooperationsbeziehungen – auch kleine Netze rund um einzelne Teilprojekte – bleiben über die Modellphase hinaus bestehen. Ein Sozialer Unternehmensverbund ist umgesetzt worden. Zur Verstetigung der lokalen Aktivitäten wurde zudem ein Konzept für ein Stadtteilhaus für Bildung, Umwelt und Gesundheit entwickelt.
Die Evaluation des Modellprojekts hat wichtige Erkenntnisse für die mögliche Erweiterung des Stadtteil-Netzes und für die Konzipierung neuer Projekte auf lokaler Ebene liefern können. Das Modellprojekt zeigte, wie die Umweltbedingungen verbessert und die individuelle Risikovorsorge in der Bevölkerung durch lokale Umsetzung der Ziele des APUG gestärkt werden kann.
Kontakt
Technologie-Netzwerk Berlin e.V.
Frau Jutta Kreibaum