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Lokale Agenda 21 – Umwelt und Gesundheit

(Laufzeit: 01.8. 2004 – 31.12. 2005)

Gesunde Umweltverhältnisse wirken sich positiv auf die Lebensqualität in Städten und Gemeinden aus. Durch aktuelle und prognostizierte Umweltveränderungen, wie steigendes Verkehrsaufkommen oder abnehmendes Angebot an innerstädtischen Grünflächen, und damit einhergehende Auswirkungen auf die Gesundheit wird eine Zusammenarbeit der Bereiche Umwelt und Gesundheit auch auf kommunaler Ebene zunehmend bedeutsamer. Mit der Lokalen Agenda 21 sind auf kommunaler Ebene Voraussetzungen für eine stärkere Integration von Kompetenzen des Umwelt- und Gesundheitsbereiches sowie die Nutzung von Synergiepotenzialen an der Schnittstelle Umwelt und Gesundheit gegeben.

Das Forschungsprojekt „Lokale Agenda 21 – Umwelt und Gesundheit“ wurde von einem Projektkonsortium unter Leitung des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) durchgeführt. Im ersten Projektabschnitt wurde mit einer bundesweiten Befragung in Städten und Gemeinden mit Lokale Agenda 21-Beschluss sowie bei den Länderministerien für Umwelt und Gesundheit untersucht, ob dieses Potenzial in der kommunalen Praxis tatsächlich ausgeschöpft wird und welche Aktivitäten, Kooperationsmöglichkeiten und -barrieren oder sonstige Hemmnisse von der kommunalen Ebene wahrgenommen werden. Die Koordinierungsstellen Lokale Agenda 21 sowie die Umwelt- und die Gesundheitsämter wurden nach ihrem spezifischen Informations- und Unterstützungsbedarf für die Bearbeitung des Themenfeldes Umwelt und Gesundheit befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden auf einer zweitägigen Fachtagung im April 2005 in Berlin mit Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Ebene sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich Umwelt und Gesundheit diskutiert und anschließend als Expertise „Kommunale Praxis“ vorgelegt.

Die Befragung zeigte, dass Aspekte des gesundheitsbezogenen Umweltschutzes und der umweltbezogenen Gesundheitsförderung auf lokaler Ebene bisher eher implizit in übergeordnete Themenfelder wie Verkehr, Wohnen oder Bodenschutz einfließen. Eine bewusste und systematische Verbindung von Umwelt und Gesundheit als Querschnittsaufgabe ist vielerorts nicht oder nicht ausreichend gelungen. Als zentrales Ergebnis der Befragung zum Informations- und Unterstützungsbedarf hat sich gezeigt, dass bei den meisten Vor-Ort-Akteuren Bedarf an Informationen und Arbeitshilfen in Form von praxisnahen „Guten Beispielen“ besteht. In einem zweiten Projektabschnitt wurde daher eine Zusammenstellung erarbeitet, die diesem Bedarf Rechnung trägt und „Gute Beispiele“ nachvollziehbar darstellt. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Handlungsfelder – unter anderem Öffentlichkeitsarbeit, Lärmminderung, Wohnumfeldverbesserung – und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Umwelt- und Gesundheitsakteuren vor Ort.

Kriterien für „Gute Praxis-Beispiele“ (Auswahl)

Basiskriterien

Zusatzkriterien

Bei der Entwicklung und der Auswahl der Kriterien für „Gute Praxis-Beispiele“ wurden Forschungsergebnisse, Analysen sowie Erfahrungen aus Wettbewerben berücksichtigt. Bei der Recherche und Auswahl von „Guten Beispielen“ wurde diese Kriterienauswahl zu Grunde gelegt und unter anderem auf die im Rahmen der Erstellung der Expertise „Kommunale Praxis“ von den Befragten genannten Projekte, auf APUG-Modellprojekte sowie auf vorhandene Projektdatenbanken zurückgegriffen.

Die Zusammenstellung der „Guten Beispiele“ ermöglicht den für die kommunale Bearbeitung des Themenfeldes Umwelt und Gesundheit relevanten Akteursgruppen, bewährte Erfahrungen und Kontakte zu nutzen. Angaben – wie zum Beispiel Kontaktadressen – sollen den Informationszugang erleichtern. Neben den vor allem angesprochenen verwaltungsinternen Umwelt- und Gesundheitsakteuren wird damit auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern, Nichtregierungsorganisationen, Vereinen und Selbsthilfegruppen, Bildungseinrichtungen, Krankenkassen, der Ärzteschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern eine Arbeitshilfe an die Hand gegeben, mit der die Umsetzung der Lokale Agenda 21-Beschlüsse und die Verankerung des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes in kommunalen Netzwerken initiiert oder gestärkt werden kann.

Kontakt
Umweltbundesamt, FG II 1.1
APUG-Geschäftsstelle

Lokales

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