APUG
HOME: Über diesen Link gelangen Sie wieder zu unserer Startseite
 
Sie sind hier: HOME > Kinder > Vorwort

Forum Kinder-Umwelt und Gesundheit, 2001

Vorwort von Dr. Thomas Jung (Bundesamt für Strahlenschutz)

Im Juni 1999 veröffentlichte das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit. Damit wurde erstmalig in Deutschland ein Programm zur Erarbeitung von Strategien, Maßnahmenvorschlägen und Handlungszielen für eine umfassende Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Folgen von Umwelteinwirkungen vorgelegt. Mit der Umsetzung des Aktionsprogramms haben die beiden Ministerien das Bundesamt für Strahlenschutz, das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, das Robert Koch-Institut und das Umweltbundesamt beauftragt.

Einen Schwerpunkt in der Umsetzung des Aktionsprogramms stellt das Thema „Kinder, Umwelt und Gesundheit“ dar. An diesem Themenschwerpunkt können beispielhaft die wesentlichen Querschnittsziele des Aktionsprogramms, wie die Verbesserung der umweltbezogenen Gesundheitsbeobachtung und -berichterstattung einschließlich eines verbesserten Informationsmanagements, dem Umgang mit Risiken unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen einer adressatengerechten und zeitigen Risikokommunikation aufgezeigt werden.

Im November 2000 fand zum Schwerpunkt Kinder, Umwelt und Gesundheit eine erste Tagung in Magdeburg statt mit dem Thema „Kinder – Umwelt – Gesundheit in den neuen Bundesländern“. Ein wissenschaftliches Symposium „Kinderumwelt und Gesundheit: Status – Defizite – Handlungsvorschläge“ wurde im Februar 2001 in Potsdam durchgeführt. Mit dem „Forum Kinder-Umwelt und Gesundheit“ im November 2001 in München sollte nun verstärkt der Dialog mit der Öffentlichkeit über Fragen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes für Kinder gesucht und die Diskussion darüber angestoßen werden.

Informationen über relevante Umwelteinflüsse auf die kindliche Gesundheit sollten weitergegeben und in der Diskussion mit Interessierten und Betroffen sollten Möglichkeiten für Problemlösungen erkundet werden. Die Veranstaltung richtete sich an Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachleute, PolitikerInnen, MitarbeiterInnen in Behörden sowie VertreterInnen aus der Industrie, den Medien und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst zugleich.

Das Forum soll Modell sein für neue Wege in der Kommunikation mit Betroffenen, Interessierten und Nichtregierungsorganisationen über umweltbedingte Gesundheitsrisiken. Die Beteiligung von Kindern war wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung nach dem Motto: „Besser miteinander reden als übereinander“.

Das Forum Kinder - Umwelt und Gesundheit wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesumweltministeriums vom Bundesamt für Strahlenschutz organisiert und durchgeführt. Begleitend zu der Veranstaltung fand ein Infomarkt zu zahlreichen Fragestellungen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes statt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat dabei ebenso wie bei den Diskussionsveranstaltungen Kindern, Jugendlichen wie Erwachsenen ausführlich Gelegenheit gegeben, sich mit den Risiken bei der Nutzung von Handys und mit den Gefährdungen durch UV-Strahlung ausführlich zu informieren und sich ganz praktisch damit auseinander zu setzen. Diese beiden Themenbereiche haben hohe Bedeutung im Alltag und sind besondere Schwerpunkte der Arbeit des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen aus den beiden Bundesministerien und den Partnerbehörden des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit für die Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung, Herrn Dr. Böse-O’Reilly und Herrn Petersen vom Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt für die Koordination der Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen, Herrn Fuß und Herrn Karhausen-Beermann vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München für die Unterstützung bei der Planung und Durchführung des Forums, Herrn Süßmeier von der Münchner Aktionswerkstatt G’sundheit für den reibungslosen Ablauf des Forums, Frau Schäfer und Herrn Kapfhammer von Kultur & Spielraum e.V. für die Durchführung der Kinderbeteiligung und des Kinderprogramms beim Forum, der Rudolf-Steiner-Schule für die Gastfreundschaft und den ungezählten Mitwirkenden, ohne deren Einsatz diese Veranstaltung nicht gelungen wäre.

Besonders danken möchte ich Frau Sontheim und Herrn Jahraus, ohne deren Hilfe ich die Verantwortung für Organisation und Durchführung des Kinderforums nicht hätte übernehmen können. Auch die nun vorliegende Dokumentation wäre ohne ihre tatkräftige Hilfe nicht möglich gewesen. Die Dokumentation des Forums Kinder - Umwelt und Gesundheit soll allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dazu dienen, die Ergebnisse des Forums und insbesondere hier die Lösungsansätze nochmals festzuhalten. Somit können auch die, die im November nicht nach München kommen konnten, am Forum, den Diskussionen und den Ergebnissen teilhaben.

Das Forum Kinder - Umwelt und Gesundheit sollte auch Modell sein für neue Wege der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen am Diskurs über Fragen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes. Die Dokumentation dient nicht zuletzt auch der weiteren Verbreitung dieses Modells.

 

 

 

Kinder

Weitere Informationen