Die derzeit verfügbaren Informationen über
und lassen keine bundesweit vergleichbaren Aussagen zum Gesundheitszustand zu.
Dieser
Mangel wird durch den Nationalen Gesundheitssurvey für
Kinder und Jugendliche, dem als Modul der Kinderumweltsurvey
im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG)
angegliedert ist, behoben. Die bundesweiten Studien sollen
zu Beginn des 21. Jahrhunderts wichtige Daten zur gesundheitlichen
Lage im Kindes- und Jugendalter und zur Umweltsituation
bei Kindern liefern.
Die Studie zur Gesundheit und Umwelt von Kindern und Jugendlichen in Deutschland stützt sich auf langjährige Erfahrungen mit Umwelt- und Gesundheitssurveys.
2. Nationaler Gesundheitssurvey für Kinder und Jugendliche
Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert und im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführt.
Mit dem Kindersurvey können erstmalig bundesweit repräsentative Daten über die Verbreitung allergischer Krankheiten gewonnen werden. Diese werden im Rahmen des Nationalen Gesundheitssurveys für Kinder und Jugendliche erhoben, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanziert wird. Entsprechende Laboranalysen liefern außerdem Informationen zu den wichtigsten bekannten Allergenen.
Mit Hilfe der Studie können zeitliche und regionale Entwicklungen der Belastungen mit Umweltschadstoffen und umweltrelevanten Verhaltensweisen, die zu solchen Belastungen führen können, aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sollen eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Schadstoffbelastungen ergreifen zu können und damit die Gesundheit der nachwachsenden Generation zu fördern.
Die Daten der Studie sollen:
Um welche gesundheitsbezogenen Umweltthemen geht es?
Da aus Kosten- und Zeitgründen nicht alle Kinder der Bundesrepublik Deutschland untersucht werden können, wird die Studie an einer repräsentativen Auswahl von Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren durchgeführt. An 150 Studienorten in ganz Deutschland werden unter den Teilnehmern der Gesundheitsstudie ca. 1800 Kinder zufällig ausgewählt und untersucht. Die Studie beginnt 2003 und ist voraussichtlich 2006 beendet.
Die Studie setzt sich zusammen aus einer Befragung, physikalischen Messungen und chemischen Analysen von Umweltproben und von Blut- und Urinproben der Kinder.
Zur Untersuchung gehört ein Hausbesuch. Bei diesem Hausbesuch werden die Lärmbelastung vor dem Fenster des Schlafraumes der Kinder und deren Hörfähigkeit gemessen.
Die Eltern und die Kinder ab 8 Jahren werden unter anderem zur Wohnumgebung, zur Anwendung von Haushalts- und sogenannten Bioprodukten, zum Tragen von Körperschmuck und Lederbekleidung, zum Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, zu Reizungen der Atemwege, zum Musik-Hörverhalten und zu Passivrauchbelastungen befragt.
Zusätzlich werden im Haushalt Trinkwasserproben am Zapfhahn in der Küche, Hausstaub-, Innenraumluft- und Morgenurinproben genommen. In der Gesundheitsstudie wird bei der medizinischen Untersuchung eine Blutprobe gewonnen. In diesen Proben werden Stoffe bestimmt, die aus der Umwelt kommen und die möglicherweise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.
Die Eltern erhalten eine Einladung mit ihrem Kind an der Studie teilzunehmen. Diese Teilnahme ist freiwillig. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält schriftlich die Ergebnisse der chemischen Analysen zusammen mit einer umweltmedizinischen Beurteilung.
Alle Daten werden ohne Namen und Adresse gespeichert. Aus diesen anonymisierten Daten sind keine Rückschlüsse auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglich. Der Bundesbeauftragte und die Landesbeauftragten für den Datenschutz haben eine positive Stellungnahme zur Studie abgegeben. Alle an der Untersuchung beteiligten Personen sind zur Einhaltung des Datenschutzes und strengster Vertraulichkeit verpflichtet.
Die Durchführung der Studie wird, neben einer internen Qualitätskontrolle durch Mitarbeiter des RKI, laufend durch eine renommierte externe Institution geprüft. Ein ethischer und wissenschaftlicher Beirat begleitet die Studie.
Die Studie wurde von der zuständigen Ethikkommission der Charité, Universitätsklinikum der Humboldt-Universität Berlin begutachtet und bewilligt.
Faltblatt „Studie zur Umweltbelastung von Kindern und Deutschland“ (PDF)
Projektbeschreibung Kinder-Umwelt-Survey (PDF)
Pressemitteilung vom 11.8.03 (PDF)
Faltblatt mit Informationen für Eltern zur Studie (PDF)
Faltblatt zur biologischen Innenraumbelastung (PDF)
Informationsblatt für Eltern zu den Messungen von chemischen Luftverunreinigungen (PDF)
Kontakt
Christine Schulz
Umweltbundesamt
FG II 1.4 Umweltbeobachtung einschließlich Human- und Biomonitoring
christine.schulz-ch@uba.de
Die
Studie ist vom Bundesministerium für Gesundheit
(BMG) in Auftrag gegeben worden und wird vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale
Sicherung (BMG) gemeinsam finanziert. Das Robert Koch-Institut (RKI) ist
für die Durchführung verantwortlich.
Ziel
Mit der Studie können zeitliche und regionale Entwicklungen der Häufigkeit
von Krankheiten und gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen aufgezeigt werden.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen zu gezielten Präventionsmaßnahmen
und gesundheitspolitischen Entscheidungen führen, die allen zugute kommen.
Der nationale Gesundheitssurvey für Kinder und Jugendliche wird nicht
nur erstmals eine vollständige Übersicht über die gesundheitliche
Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland erbringen, er wird auch Standards
für künftige Ergebungen in diesem Bereich zur Verfügung stellen.
Die Daten der Studie sollen
Um welche Gesundheitsthemen geht es?
Die Studie wird an einer repräsentativen Auswahl von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis unter 18 Jahren durchgeführt. An 150 Studienorten im gesamten Bundesgebiet werden ca. 18.000 zufällig ausgewählte Kinder und Jugendliche untersucht. Die Studie begann im Mai 2003 und ist voraussichtlich 2006 beendet.
Sie setzt sich zusammen aus einer schriftlichen Befragung, einer körperlichen Untersuchung, einem ärztlichen Interview sowie dem Angebot einer Blut- und Urinuntersuchung.
Der Fragebogen umfasst die oben beschriebenen Themenbereiche. Bei der körperlichen Untersuchung werden u. a. Körpergewicht, Sehvermögen, Ausdauer, Blutdruck und Hautauffälligkeiten erfasst. Im ärztlichen Interview werden einzelne Gesundheitsthemen vertieft. Mit der Analyse der Blut- und Urinprobe können gesundheitliche Risiken ermittelt werden, die durch die Befragung und die körperliche Untersuchung nicht zu erkennen sind wie z. B. die Nährstoffmangel, Allergierisiken, Risiken für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder Infektionskrankheiten.
Die Gesundheitsuntersuchung wird durch drei Module ergänzt. Die Module, die jeweils an Teilstichproben spezielle Fragestellungen untersuchen, befassen sich schwerpunktmäßig mit:
Die Eltern und Jugendlichen erhalten eine Einladung zur Teilnahme. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Die Untersuchung unter Leitung eines Kinderarztes wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten innerhalb von vier Wochen einen schriftlichen Befund über ihre medizinischen Untersuchungsergebnisse. Bei auffälligen Befunden wird ihnen empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.
Die Daten werden anonymisiert. Der Bundesbeauftragte und die Landesbeauftragten für den Datenschutz haben eine positive Stellungnahme zur Studie abgegeben. Alle an der Untersuchung beteiligten Personen sind zur Einhaltung des Datenschutzes und strengster Vertraulichkeit verpflichtet.
Die Durchführung der Studie wird neben einer internen Qualitätskontrolle durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des RKI, laufend durch eine renommierte externe Institution geprüft. Ein ethischer und wissenschaftlicher Beirat begleitet die Studie.
Die Studie wurde von der zuständigen Ethikkommission der Charité, Universitätsklinikum der Humboldt-Universität Berlin begutachtet und bewilligt.
Bei Fragen: Service-Nummer 01801 - 754 554
Kontakt
Dr. Bärbel-Maria Kurth
Robert Koch-Institut
Abt. für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
kurthB@rki.de