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Kinder als empfindliche Gruppe und ihre Berücksichtigung in der Toxikologie: Schäden am Immunsystem

(Workshop am 15. / 16.11.2001 in Berlin)

Wie wirken Schadstoffe auf das Immunsystem von Kindern? Welche Schadstoffdosen sind ungefährlich? Diese Fragen sind relevant für die toxikologische Risikoabschätzung, das heißt für die Festsetzung von Schadstoffgrenzwerten. Kinder werden als empfindliche Bevölkerungsgruppe bei unzureichender Datengrundlage besonders berücksichtigt.

In dem internationalen Workshop „Children as a Special Subpopulation: Focus on Immunotoxicity“ diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kinderheilkunde, der Entwicklungs- und der Immuntoxikologie über die empfindlichen Phasen der vor- und nachgeburtlichen Entwicklung des Immunsystems und über die spezifische Empfänglichkeit von Kindern gegenüber umweltbedingten Schädigungen.

Die Mehrzahl der Teilnehmenden war der Meinung, dass ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor von „10“ für eine Prävention gegenüber Stoffen, die das Immunsystem schädigen können, bei Kindern und Jugendlichen keine langfristige Strategie darstellt. Bestimmte umweltbedingte Risiken lassen einen höheren oder möglicherweise einen niedrigeren Faktor erforderlich erscheinen.

Am Beispiel der Asthmaerkrankungen von Kindern wurde verdeutlicht, dass das Immunsystem des Kindes im ersten Lebensjahr durch den Kontakt mit Keimen und Antigenen aus der Umwelt entscheidend geprägt wird. Hier scheinen wichtige Weichen für die Entwicklung oder Verhinderung einer späteren Erkrankung gestellt zu werden. Ergebnisse aus Untersuchungen mit Arzneimitteln und Umweltchemikalien zeigen, dass auch die Exposition der Mutter in den verschiedenen Phasen der Schwangerschaft und während der postnatalen Entwicklung Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems des Kindes haben kann.

Der derzeitige Wissensstand über Wirkprofile von Stoffen und gezielte experimentelle Methoden erscheint viel versprechend, um für gesetzliche Vorschriften genutzt zu werden. Es ist daher notwendig, bestehende Prüfvorschriften zu modifizieren, so dass neu gewonnene Erkenntnisse frühzeitig für die Risikobeurteilung verwendet werden können.

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