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Kinder – Umwelt und Gesundheit

Kinder sind unsere Zukunft: Sie bilden die Gesellschaft von Morgen. Ihr Schutz ist deswegen eine wichtige Aufgabe. Ziel ist eine nachhaltige – eine „enkeltaugliche“ – Zukunft zu schaffen, in der Kinder ohne Gesundheitsrisiken durch Umwelteinflüsse leben können.

Kinder sind ein Schwerpunktthema des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG). Es fördert:

Hintergrund

Der Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren deutlich verändert. Während akute Erkrankungen wie Infektionskrankheiten zunehmend in den Hintergrund treten oder inzwischen gut therapeutisch beeinflussbar sind, nehmen chronische Erkrankungen vielfach zu. Viele dieser chronischen Erkrankungen werden zudem durch mehrere Faktoren gleichzeitig beeinflusst oder verursacht.

Kinder sind „Seismografen“ für Umweltrisiken. Sie können auf Einflüsse aus der Umwelt besonders sensibel reagieren und sich manchen Belastungssituationen schwerer entziehen als Erwachsene. Typische Verhaltensweisen von kleinen Kindern sind der Hand-zu-Mund-Kontakt, das Krabbeln und Spielen auf dem Boden sowie das Buddeln, womit die Aufnahme von Schmutz und Schadstoffen verbunden sein kann. Die Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie die Anreicherung von Nahrung mit verschiedenen Chemikalien kann ihre Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“. Ihre Körperreaktionen unterscheiden sich von denen erwachsener Menschen. Der kindliche Organismus befindet sich noch in der Entwicklung, weshalb er empfindlicher auf Schadstoffe reagieren kann. Kinder sind oftmals aufgrund ihrer Stoffwechsel-Empfindlichkeit Schadstoffen und ihren gesundheitlichen Auswirkungen stärker ausgesetzt. Sie haben eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zu ihrem Gewicht, ein höheres Atemminutenvolumen pro Kilogramm Körpergewicht, eine erhöhte Stoffwechselrate, und sie nehmen Schadstoffe aus dem Magen-Darmtrakt (z.B. Blei) stärker auf. Ihre Nervenzellen sind schlechter abgeschirmt und das Immunsystem funktioniert noch nicht so gut.

Neueste Forschungsergebnisse zur toxikologischen Risikoabschätzung haben aber auch gezeigt, dass Kinder abhängig von ihrem Entwicklungsstand gegenüber manchen Stoffen unempfindlicher reagieren als ihre Eltern. Dennoch werden Kinder aus Gründen der Vorsorge, ebenso wie Alte und Kranke, als Risikogruppe betrachtet, bei der die Empfindlichkeit gegenüber Umweltschadstoffen höher angesetzt wird. Daraus ergeben sich niedrigere Grenzwerte für Umweltstandards bei Kindern als bei ausgewachsenen Menschen.

Eine wichtige Säule der Umwelt- und Gesundheitspolitik sind die Bevölkerungsstudien zu Gesundheit und Umwelt von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Ergebnisse sollen eine verlässliche Datengrundlage schaffen, um wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Schadstoffbelastungen ergreifen zu können und damit die Gesundheit der nachwachsenden Generation zu fördern.

Internationales

Auch international nehmen Kinder eine herausragende Stellung im gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein. Kindergesundheit ist sowohl bei der Europäischen Kommission als auch bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich Umwelt und Gesundheit. Ein Europäischer Aktionsplan für Kinder, Umwelt und Gesundheit ist auf auf der 4. Konferenz der europäischen Umwelt- und Gesundheitsminister der WHO in Budapest im Juni 2004 verabschiedet worden.

Die G8-Umweltminister haben bereits 1997 die Verbesserung des Schutzes von Kindern gegenüber Umweltbelastungen eingefordert (Erklärung der G8-Umweltministertreffen von 1997, Miami-Declaration).

Die UNO-Konvention über die Rechte von Kindern haben 198 Staaten unterzeichnet. Sie fordern, dass Kinder das Recht auf den höchsten Standard an Gesundheit und Gesundheitseinrichtungen und das Recht auf eine sichere Umgebung haben. Gesundheitliche Risiken für Kinder aus der Umwelt werden als eine Schlüsselaufgabe heute und im nächsten Jahrhundert wahrgenommen.

 

 

 

 

 

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