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Internationales

Umweltverschmutzung und die sich daraus ergebenden Gesundheitsprobleme sind ihrer Natur nach in den meisten Fällen nicht an die Grenzen von Staaten gebunden. Belastungen und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme kommen in identischer oder ähnlicher Form in unterschiedlichen Staaten vor oder sind ohnehin grenzüberschreitend. Der internationale Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse und gemeinsame Aktionen zum Schutz von Mensch und Umwelt ist deswegen überaus wichtig.

Für die Verzahnung von Umwelt- und Gesundheitspolitik auf globaler Ebene übernimmt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Schlüsselrolle. Auf europäischer Ebene leistet die Europäische Union einen wichtigen Beitrag zum gesundheitsbezogenen Umweltschutz. Insbesondere für die Bewertung von Chemikalien hat sie eine vorrangige Bedeutung. Auch entwickeln die Europäische Umweltagentur und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic co-operation and Development (OECD)) Strategien zur zukünftig stärkeren Berücksichtigung von Umwelt und Gesundheit. Das deutsche Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) setzt die internationalen Initiativen in Deutschland um und gibt gleichzeitig dort, wo es weiterreichend ist, Impulse für diese europäischen und internationalen Aktivitäten.

Deutschland engagiert sich in den internationalen Gremien, um die Themen Umwelt und Gesundheit zu stärken, international verfügbare Erkenntnisse für nationale und supranationale Entscheidungen besser nutzen zu können und um deutsche Positionen zu sichern. Der wissenschaftliche Austausch soll auf internationaler Ebene verstärkt werden.

Die WHO und die Europäische Kommission planen ein europaweites Monitoring- und Berichterstattungssystems für Fragen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes einzurichten. Im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) werden die Umwelt- und Gesundheitssurveys durchgeführt, die beispielgebend für ein solches Monitoring- und Berichterstattungssystem sind.

Strategie für Umwelt und Gesundheit der WHO

Auf der ersten internationalen WHO-Konferenz zur Gesundheitsförderung 1986 in Ottawa, Kanada, wurde die „Ottawa-Charta“ verabschiedet. Der Schutz der Bevölkerung vor umweltbedingten Risiken stellte eines der obersten Ziele der Ottawa-Charta dar.

Die erste Europakonferenz „Umwelt und Gesundheit“ veranstaltete die WHO 1989 in Frankfurt am Main. Auf ihr verabschiedeten die Umwelt- und Gesundheitsminister der europäischen Region der WHO die Europäische Charta „Umwelt und Gesundheit“. Auf der zweiten Europakonferenz „Umwelt und Gesundheit“ 1994 wurde ein Europäischer Aktionsplan Umwelt und Gesundheit beschlossen, der vorsah, dass die Mitgliedsstaaten Nationale Aktionsplane zu Umwelt und Gesundheit entwickeln. Deutschland hat auf der dritten Europakonferenz „Umwelt und Gesundheit“ 1999 sein nationales Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) vorgelegt.

Im Juni 2004 fand die vierte europäische Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsminister statt. Auf der Konferenz mit dem Titel „Die Zukunft unseren Kindern“ ist der Europäische Aktionsplan für Kinder, Umwelt und Gesundheit verabschiedet worden. Deutschland hat sich maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt.

Mitte März 2010 trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO zur Fünften WHO-Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit in Parma, Italien. Sie stand unter dem Motto "Schutz der Gesundheit der Kinder in einer sich verändernden Umwelt". Die Regierungsdelegationen erklärten ihre Entschlossenheit, sich weiterhin für die Reduzierung umweltbedingter Gesundheitsrisiken insbesondere von Kindern aktiv einzusetzen und den gemeinsamen europäischen Prozess fortzuführen.

Strategie für Umwelt und Gesundheit der EU-Kommission

Ihr erstes Umweltaktionsprogramm hat die Kommission 1973 vorgelegt. 30 Jahre später folgt nun das erste Umwelt- und Gesundheitsaktionsprogramm: Die europäische Strategie „SCALE“ für Umwelt und Gesundheit wurde im Juni 2003 vorgestellt.

 

 

 

 

 

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